CelluloseacetatPolymertyp

Herstellung

Celluloseacetat wird durch Erhitzen von Cellulose mit Essigsäureanhydrid unter Zugabe von Schwefelsäure hergestellt. [Horie (2010)]

Eigenschaften

Celluloseacetat ist schwer entflammbar. Aufgrund unterschiedlicher Polymerisationsgrade von ca. 100 - 350 hat Celluloseacetat unterschiedliche Lösungs- und Schmelzviskositäten. [Römpp (1995)] Sekundäres Celluloseacetat: glasklar, wasserhell, hornartig. [Unger (1990)]

Alterungsbeständigkeit

Bei Raumtemperatur oxidiert Celluloseacetat, das molekulare Gewicht des Materials wird reduziert und es wird brüchig. Die Alterung wird deutlich verstärkt durch herstellungsbedingte Verunreinigungen in Form von Säureresten des Katalysators. Handelt es sich um ältere, verunreinigte Produkte, kann man davon ausgehen, dass die Alterungsprozesse hier schneller voranschreiten als bei den neuzeitlichen Produkten. Alterungsprozesse können reduziert werden wenn dem Material ein Säureakzeptor, wie z.B. Magnesiumacetat, zugefügt wird. Um die Dauerhaftigkeit des Materials zu steigern können außerdem UV-Absorber und Antioxidanten zugegeben werden. Problematisch beim Einsatz von Celluloseacetat als Laminiermaterial sind neben dem steigenden Säuregehalt, die enthaltenen Weichmacher und deren Entweichen. Oft wurde Celluloseacetat auch als Kopier/- bzw. Übertragungsmaterial in der Filmrestaurierung eingesetzt. Hier kam es jedoch oft zu metallkatalysierten Alterungsprozessen und zur Hydrolyse des Polymer. Die Haltbarkeit vieler Celluloseacetat-Folien ist auf ca. 40 Jahre begrenzt und wird beeinflusst durch Herstellungs- und Lagerbedingungen. [Horie (2010)] Im Laufe der Zeit wird die Substanz spröde, laut Weihs (1963). Farbloses Mittel wird mit fortschreitendem Alter weißlich-trüb oder gelb. [Unger (1990)]

Feststoffgehalt

k.A.

Viskosität

k.A.

ph-Wert

k.A.

Glasübergangstemperatur (in °C)

k.A.

Schmelzen und Erweichen

Die Schmelzbereiche sind abhängig vom Veresterungsgrad. Für Triacetate wird ein Schmelzbereich von ca. 290° - 300°C angegeben. [Römpp (1995)]

Filmbildung

k.A.

5 Lösungsmittel

  • Aceton
  • Dioxan
  • Essigsäure
  • Essigsäuremethylester
  • Methylen Chlorid (Niedriger acetyliertes Celluloseacetat ist löslich in Aceton, Dioxan und Essigsäuremethylester. Höher acetyliertes Celluloseacetat hingegen in Methylenchlorid sowie in Essigsäure. [Römpp (1995)])

Literatur

  • Horie (2010)Horie, C. Velson (2010): Materials for Conservation: Organic consolidants, adhesives and coatings, 2. Aufl., Butterworth & Heinemann, Oxford
  • Römpp (1995)Römpp Chemie Lexikon (1995), 9. erweiterte u. neubearbeitete Auflage, Thieme, Stuttgart
  • Unger (1990)Unger, Achim (1990): Holzkonservierung. Schutz und Festigung von Kulturgut aus Holz, Callwey, München
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